Die Insolvenzordnung regelt das Insolvenzverfahren

Tipps zur Verbraucherinsolvenz: In der Insolvenzordnung (InsO) ist es gesetzlich genau geregelt wie bei der Verbraucherinsolvenz das Insolvenzverfahren abzulaufen hat. Die Insolvenzordnung ist ein Bundesgesetz aus dem Zivilrecht und zeichnet das spezielle Verfahren dar, mit welchem in der Bundesrepublik Deutschland das Verbraucherinsolvenzverfahren reglementiert wird…

Insolvenzrecht

Bild © Webdata (Fotolia)

In der Insolvenzordnung (InsO) wird sehr genau geregelt, wie das Insolvenzverfahren abzulaufen hat. So wird dabei zwischen einem Regelinsolvenzverfahren und einem Verbraucherinsolvenzverfahren unterschieden. Die erstere Regelinsolvenz ist vor allem für Selbstständige gedacht, wohingegen die Privatinsolvenz nur privat verschuldete natürliche Personen betrifft. Ebenfalls kommt eine Verbraucherinsolvenz laut Insolvenzordnung für ehemals Selbstständige in Frage. Voraussetzung hierfür ist, dass es nicht mehr als 20 Gläubiger gibt und dass keine Schulden aus Arbeitsverhältnissen bestehen. Die Insolvenzordnung regelt darüber hinaus die Insolvenzgründe, die für eine Insolvenz in Betracht kommen. Das können laut Insolvenzrecht die Zahlungsunfähigkeit, die Überschuldung oder die drohende Zahlungsunfähigkeit sein.

Die Zahlungsunfähigkeit beispielsweise liegt dann vor, wenn bestehende Forderungen nicht mehr ausgeglichen werden können. Eine Überschuldung ist laut Insolvenzordnung dann gegeben, wenn die offenen Verbindlichkeiten das Vermögen übersteigen. Von einer drohenden Zahlungsunfähigkeit spricht man hingegen dann, wenn bereits vorherzusehen ist, dass künftige Verbindlichkeiten nicht mehr gezahlt werden können. Die Insolvenzordnung sieht ferner vor, dass das Insolvenzverfahren sowohl vom Gläubiger, als auch vom Schuldner beantragt werden kann. Allerdings sind sehr große Gläubiger, wie das Finanzamt oder die Krankenkassen, in aller Regel die einzigen Gläubiger die ein Insolvenzverfahren beantragen, da die Antragsstellung beim Insolvenzgericht mit Gerichtskosten verbunden ist, welche kleinere Gläubiger kaum auf sich nehmen wollen.

Die Insolvenzordnung regelt ebenfalls, wie es um die Eröffnung des Insolvenzverfahrens bestellt ist. Diese muss öffentlich bekannt gemacht werden. Weiterhin sind alle Gläubiger schriftlich über die Eröf- fnung des Insolvenzverfahrens zu informieren. Sie werden in diesem Schreiben ebenfalls aufgefordert, ihre Forderungen beim Insolvenzverwalter anzumelden. Außerdem müssen Sicherungsrechte, die etwa aus einem Eigentumsvorbehalt stammen können, beim Treuhänder entsprechend angemeldet werden. Die Forderungsanmeldung hat in einer festgesetzten Frist zu erfolgen, welche in der Regel zwischen 14 Tagen und drei Monaten liegt. Hier gibt das Insolvenzrecht keine genauen Vorgaben an. Besonders wichtig ist außerdem beim Regelinsolvenzverfahren, dass das Vermögen ausreichen muss, um die Verfahrenskosten zu decken. Andernfalls wird das Insolvenzverfahren mangels Masse abgewiesen.


Weitere interessante Ratschläge zur Verbraucherinsolvenz:

Die Stundung der Kosten vom Insolvenzverfahren ist möglich Die Stundung der Kosten vom Insolvenzverfahren ist möglich

Tipps zum Verbraucherinsolvenzverfahren: Mittellose Schuldner / Schuldnerinnen, welche über kein ausreichendes Vermögen verfügen oder von dritter Stelle (Familie, Bekannte) keinen Vorschuss erhalten, können beim Insolvenzgericht eine Stundung der Kosten vom Verfahren nach § 4a der Insolvenzordnung (InsO) beantragen... Diese Stundung kann gemäß § 4a der InsO von jeder...

Die Pfändungstabelle schafft Klarheit für Schuldner Die Pfändungstabelle schafft Klarheit für Schuldner

Tipps zur Verbraucherinsolvenz: Pfändungen dürfen durch die Gläubiger erst ab einen monatlichen Pfändungsfreibetrag erfolgen, welcher in der Pfändungstabelle geregelt ist. Bei einer eingetretenen Verbraucherinsolvenz können Schuldner somit aus der Pfändungstabelle entnehmen, mit welchem monatlichen Pfändungsfreibetrag an pfändungsfreien Geldmitteln zu rechnen sein wird... Die...

Für Verbraucher gibt es die kostenlose Schuldnerberatung Für Verbraucher gibt es die kostenlose Schuldnerberatung

Tipps zur Verbraucherinsolvenz: Heutzutage wird es dem Verbraucher äußerst leicht gemacht das er Zahlungsschwierigkeiten bekommt und somit ist der Weg in die Schuldenfalle vorprogrammiert. Nehmen die Schulden dann noch überhand und der Weg in die Verbraucherinsolvenz steht an, so kann die kostenlose Schuldnerberatung für Verbraucher eventuell einen Ausweg aus der Schuldenfalle...

Keine neuen Schulden in der Wohlverhaltensphase machen Keine neuen Schulden in der Wohlverhaltensphase machen

Tipps zur Verbraucherinsolvenz: Innerhalb einer Verbraucherinsolvenz sollte vom Schuldner während der Wohlverhaltensphase vermieden werden, das neue Schulden gemacht werden. Neue Schulden während der Wohlverhaltensphase zu machen ist durchaus möglich und nicht verboten, aber unsinnig und gefährlich, da eventuell die gewünschte Restschuldbefreiung in Gefahr sein kann... In...

Das Pfändungsschutzkonto bietet Sicherheit für Verbraucher Das Pfändungsschutzkonto bietet Sicherheit für Verbraucher

Tipps zur Verbraucherinsolvenz: Überschuldete Verbraucher, die immer wieder von Kontopfändungen bedroht sind, werden durch das neue Pfändungsschutzkonto besser geschützt. Das Pfändungsschutzkonto bietet einen besseren Pfändungsschutz und ermöglicht im Falle einer Geldpfändung dem Schuldner die Sicherheit, um über seinen pfändungsfreien Betrag verfügen zu können... Das...

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>