Das Pfändungsschutzkonto bietet Sicherheit für Verbraucher

Tipps zur Verbraucherinsolvenz: Überschuldete Verbraucher, die immer wieder von Kontopfändungen bedroht sind, werden durch das neue Pfändungsschutzkonto besser geschützt. Das Pfändungsschutzkonto bietet einen besseren Pfändungsschutz und ermöglicht im Falle einer Geldpfändung dem Schuldner die Sicherheit, um über seinen pfändungsfreien Betrag verfügen zu können…

Kontopfändung

Bild © Gina Sanders (Fotolia)

Das Pfändungsschutzkonto gibt es seit Juli 2010 und stellt ein Bankkonto dar, das für alle Beteiligten Vorteile mit sich bringt. Denn beim Pfändungsschutzkonto, kurz auch bekannt als P-Konto, ist ein Pfändungsschutz über den Pfändungsfreibetrag automatisch mit enthalten. Der Freibetrag für eine alleinstehende Person liegt derzeit bei 985,15 Euro. Dabei bietet das Pfändungsschutzkonto den ersehnten Vorteil, dass der Pfändungsschutz innerhalb dieses Betrages für alle Arten von Einkommen greift. Sozialleistungen mussten bis dato binnen sieben Tagen nach Auszahlung abgehoben werden, andernfalls wurden sie wie die anderen pfändbaren Gegenstände gepfändet. Die Bezieher von Sozialleistungen kamen nach sieben Tagen an selbige nicht mehr heran. Diese Vorschrift entfällt nun beim neuen Pfändungsschutzkonto.

Auch Personen mit Einkommen aus nichtselbstständiger, sowie selbstständiger Tätigkeit profitieren vom Pfändungsschutzkonto. Sie mussten bisher den persönlichen Pfändungsfreibetrag jeden Monat erneut vom Gericht feststellen lassen, um über ihr Geld verfügen zu können. Das ist nun nicht mehr nötig, da der Pfändungsfreibetrag beim Pfändungsschutzkonto automatisch geschützt ist. Außerdem werden keine laufenden Zahlungen, wie Miete, Strom und Co. durch ständig neue Kontopfändungen mehr blockiert. Das Pfändungsschutzkonto kann von jeder natürlichen Person beantragt werden. Es handelt sich bei diesem Konto jedoch nicht um ein neu eingerichtetes Girokonto. Vielmehr kann nur ein bestehendes Girokonto in ein Pfändungsschutzkonto umgewandelt werden.

Jede natürliche Person darf jedoch nur ein einziges Girokonto als Pfändungsschutzkonto führen. Der entsprechende Vermerk wird bei Umstellung eines bestehenden oder Eröffnung eines neuen Kontos auch der Schufa mitgeteilt. Die Höhe des Pfändungsfreibetrages kann im Einzelfall erhöht werden, dies ist etwa dann anzuraten, wenn der Kontoinhaber einmalig Gelder für Gesundheitsschäden empfängt oder Kindergeld auf das Konto gezahlt wird. Ebenso kann vom Schuldner der Pfändungsfreibetrag der Pfändungsfreigrenze erhöht werden, wenn Geldleistungen für Dritte bezogen werden, die in einer Bedarfs gemeinschaft mit dem Kontoinhaber leben, für die der Kontoinhaber aber nicht unterhaltsver- pflichtet ist. Für die Erhöhung des Basisschutzes beim Pfändungsschutzkonto ist es allerdings notwendig, entsprechende Belege bei der Bank einzureichen.


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